Geschichte

100 Jahre Stadtwaldfest

Vom 24. bis zum 31. Juli 1910 fand an der Schillerwiese das erste Essener Stadtwaldfest statt, das in seinen Anfangsjahren noch unter dem Obertitel "Vaterländische Festspiele" stand. Bis Mitte der 1920er Jahre war das Stadtwaldfest die sportliche Großveranstaltung für Schulen und Vereine in Essen. Die Nationalsozialisten ersetzten es 1933 durch das Fest der Jugend mit abendlichen Sonnenwendfeiern. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte man das Stadtwaldfest neu zu beleben. Trotz zahlreicher Reformversuche konnte es aber nicht mehr an die Erfolge der Anfangsjahre anknüpfen. Seit Mitte der 1970er Jahre wird es bis zum heutigen Tag als das große leichtathletische Sportfest der Essener Schulen ausgetragen. Zum Programm der ersten Veranstaltung gehörten der Dreikampf der Volkschulen, höheren Schulen und Vereine. Im 100m-Lauf, Weithochsprung und Steinstoßen wurden die Sieger der jeweiligen Altersklassen auf der Schillerwiese am Stadtwald ermittelt. Eingebettet war die Veranstaltung in die Essener Sportwoche mit Sondervorführungen der Vereine, bei der u.a. auf der Radrennbahn an der Hubertusburg in Huttrop Wettkämpfe mit namhaften deutschen Radrennfahrern stattfanden und der ESV 06 Schwimmwettbewerbe in der städtischen Badeanstalt ausrichtete. Sinn und Zweck der ersten stadtweiten Großveranstaltung machte ein Zeitungsbeitrag im Essener Generalanzeiger deutlich: " Die Vaterländischen Festspiele vereinigen die verschiedensten Richtungen der Leibesübungen zu einer gemeinsamen Tat, sie bewirken zuerst, dass die, die bisher getrennt marschierten, sich die Arme reichen und vereint schlagen." Hier fanden sich neben der Deutschen Turnerschaft auch die mit ihr in Konkurrenz stehenden bürgerlichen Sportverbände zu einem gemeinsamen Turn- und Sportfest zusammen. Und auch für die Namensgebung gab es eine Erklärung: "Um schon im Worte darzutun, dass es dem Vaterlande gilt, wenn wir zu spielen scheinen." Klarer konnten die bürgerlichen Sportverbände ihre vermeintlich unpolitische Ausrichtung nicht bekennen. Gleichzeitig wollten die Initiatoren die Bedeutung der "Leibesübungen als Volkserziehungsmittel" deutlich machen und auf die ästhetischen und gesundheitlichen Werte des Turnen und Sports hinweisen.

Max Ring - Vater des Stadtwaldfestes

Als Vorbild des Essener "Stadtwaldfestes" kann das 1899 zum ersten Mal in Köln unter gleichem Namen stattgefundene Turn- und Sportfest gelten, das ursprünglich als deutsches Nationalfest ausgetragen werden sollte. Im April 1900 beschlossen die Domstädter alljährlich im Stadtwald von Köln "Vaterländische Festspiele" zu veranstalten, die zugleich den Namen "Stadtwaldfest" trugen. Dem schlossen sich in der Folgezeit weitere Städte an. Initiator und Leiter der ersten fünfzehn Essener Stadtwaldfeste war Max Ring, turnbegeisterter Inhaber eines Herrenmoden- und Sportartikelgeschäfts im Handelshof. Max Ring war lange Jahre in verschiedenen Funktionen im Kreis Rheinland und im Ruhrgau der Deutschen Turnerschaft tätig. Das Vorstandsmitglied des ETB trug 1922 maßgeblich zum Bau des Uhlenkrugstadion bei, das ihm zu Ehren 1940 nach dem Ausbau in "Max-Ring-Kampfbahn" umbenannt wurde. Möglich wurde das Stadtwaldfest als die sportliche Großveranstaltung in Essen durch die erstmalige Zusammenarbeit der hier ansässigen bürgerlichen Sportverbände. Dazu gehörten der Verband Essener Turnvereine, Verband Essener Athletenvereine, Rasensportverband Essen, Deutscher Radfahrerbund mit Sitz in Essen. Sie gehörten 1921 auch zu den Gründerverbänden des "Stadtverbandes für Leibesübungen Groß-Essen", der Interessengemeinschaft der Turner und Sportler auf kommunaler Ebene und Vorläufer des heutigen ESPO. Dieser übernahm ab 1922 die Ausrichtung der Stadtwaldfeste. Der Start des Essener Stadtwaldfestes stand allerdings unter keinem guten Stern, fast schon symbolisch für die viele Krisen und Neuorientierungen, die es in seiner 100jährigen Geschichte erlebte. Eigentlich sollte es am vorletzten Juliwochenende stattfinden, doch starke Regenfälle machten eine Verschiebung um eine Woche notwendig. Die Schwimmwettbewerbe, als bereit angelegte Werbemaßnahme geplant, mussten von der Ruhr nahe der Villa Hügel in die städtische Badeanstalt verlegt werden. Die bot aber außer für den Zeitungsreporter, den Festausschuss und das Kampfgericht keinen weiteren Platz für Zuschauer. Und auch das dann angesetzte Wettkampfwochenende am 31. Juli 1910 verregnete bis auf die Schulwettkämpfe total, so dass die meisten anderen Wettkämpfe und Schauvorstellungen erst in der kommenden Woche durchgeführt werden konnten. Die Ausrichter ließen sich davon aber nicht entmutigen, sondern bauten in den nächsten Jahren das Angebot an Disziplinen und auch das Rahmenprogramm immer weiter aus. Gleichzeitig probierte man verschiedene Disziplinen für das Sportfest aus. So wurde den Schülern die Teilnahme an den allgemeinen Freiübungen und am Tauziehen verbindlich vorgeschrieben, freiwillig konnten sie sich an Sacklaufen, Dreibeinlauf, Eierlauf und Schubkarrenfahren beteiligen. Die Beliebtheit der Vaterländischen Spiele zeigte sich insbesondere bei der dritten Auflage 1913, als der große Andrang der Essener Bevölkerung, die mit "Kind und Kegel" erschienen, den Volksfestcharakter eindrucksvoll unterstrich. Ein Jahr später bildete das Fußballspiel der Ligamannschaft des ETB gegen eine Essener Auswahlelf den Höhepunkt beim 4. Essener Stadtwaldfest. Zugleich war das Spiel die Werbeveranstaltung in Essen für die aus England stammende und sich immer stärker durchsetzende neue Trendsportart. Während im Ersten Weltkrieg das Vereinsleben in vielen Bereichen stark eingeschränkt und teilweise sogar zum Erliegen kam, blieben die Vaterländischen Festspiele weiterhin ein fester Bestandteil im Jahresprogramm des Essener Sports. Der Preis dafür war die zunehmende Zurückdrängung turnerischer und leichtathletischer Disziplinen zugunsten militärischer Übungen. Anstelle der klassischen Lauf-, Sprung- und Wurfübungen traten nun Armeegepäckmärsche, Eilbotenläufe, Handgranatenweitwurf, Hindernisläufe, bei denen man Kletterwände überwinden und durch Tonnen kriechen musste sowie da Turmhochspringen. Im Dreikampf gab es unter anderem einen Ger-Weitwurfwettbewerb. Ein "Deutscher Abend" als patriotisches Abschlussfest im Steeler Stadtgarten mit "Vortragsfolge" war natürlich auch ganz von den Kriegsereignissen geprägt. Auch in der Weimarer Zeit erfreute sich das Stadtwaldfest zunächst uneingeschränkter Beliebtheit. So nahmen vom 26.Juni bis 3. Juli 1921 über 5500 Teilnehmer an den Vaterländischen Festspielen teil, die mit den Wettkämpfen der Schwimmer in der städtischen Badeanstalt an der Steeler Straße. begannen und eine Woche später mit den Mehrkämpfen und Sonderveranstaltungen der Turner, Sportler und Radfahrer auf dem vereinseigenen ETB-Platz in Bredeney endeten. Die Stadt Essen konnte keinen geeigneten städtischen Sportplatz zur Verfügung stellen. Dieses Manko wurde im Geleitwort zum 16. Essener Stadtwaldfest 1926 vom Essener Stadtturnrat Max Preuß - seit 1922 Leiter des neu geschaffenen Stadtamtes für Leibesübungen - offen angesprochen. Er warf der Stadt Essen vor, dass sie "in den vergangenen Jahren für die Förderung der körperlichen Erziehung, namentlich in Bezug auf die Schaffung äußerer Einrichtungen" vie zu wenig getan habe.

Sportplatznot führt zur Krise des Stadtwaldfestes

Ein Anlass seiner Kritik war der Ausfall des Stadtwaldfestes 1925 wegen zu hoher Gebührenforderungen des Turn- und Sportbundes Schwarz-Weiß für die Überlassung des Stadions am Uhlenkrug - der Stadt Essen fehlte immer noch ein eigenes kommunales Großstadion. Hinzu kam aber auch die mangelnde Beteiligung der Sportverbände - als Grund wurde die Überbelastung durch andere Veranstaltungen und die Teilnahme an der dreiwöchigen Ausstellung "Unser Sport" für Turnen, Spiel , Sport und Wandern auf dem damaligen Messegelände angegeben. Ein Jahr später fand vom 11. bis 18. Juli 1926 das 16. Stadtwaldfest wieder statt. Das Begleitheft hob noch einmal den tieferen Sinn der Veranstaltung hervor, "dass jeder sich in den Dienst des Ganzen zu stellen bereit ist, dass deutsches Volkstum und Pflege vaterländischen Wollens unter Ausschaltung jeder Parteitendenz den Grundzug des Festes bilden" Folgerichtig nahmen ein Jahr später auch die Schützenvereine teil. Doch im Olympiajahr 1928 erfolgte die nächste Absage. Neben einer Häufung von großen sportlichen Veranstaltungen wurde erneut das Fehlen einer geeigneten großen Sportplatzanlage genannt. Der Vorstand des Stadtverbandes für Leibesübungen sollte daher bei der Stadtverwaltung darauf dringen, dass 1929 zur Abhaltung des Stadtwaldfestes ein geeigneter Platz zur Verfügung steht. Dieses begann mit einem Tag der Verbände und endete erstmals nach vielen Jahren wieder mit einem Festzug. In den Jahren 1930 und 1932 fiel es erneut aus. Besonders bitter traf den Stadtverband die Absage zum zwanzigjährigen Jubiläum. Erneut stand der Platz am Uhlenkrug für das Stadtwaldfest nicht zur Verfügung. Es sollte durch ein großes Sportwerbefest im Herbst ersetzt werden, doch auch dieses musste im Sommer wegen der finanziellen Situation im Zuge der Weltwirtschaftskrise abgesagt werden. Der Essener Anzeiger kritisierte in diesem Zusammenhang wieder einmal die Fehler der Stadtverwaltung beim Sportplatzbau. In kaum einer anderen Großstadt Deutschlands wurde der Sport so lange vernachlässigt. Ein eigenes kommunales Großstadion baute die Stadt Essen erst für das Deutsche Turnfest 1963. Da verwundert es nicht, dass am 10. April 1924 der Essener Anzeiger meldete: "Wie uns vom Stadtverband für Leibesübungen mitgeteilt wird, tritt er bei den kommenden Stadtverordnetenwahlen mit einer eigenen Kandidatenliste auf, nachdem die bisherige Stadtverordnetenversammlung Essens den Belangen ihrer Turner und Sportler wenig Verständnis mitgebracht hat." Mit einem Stadtverordneten waren die Essener Sportler dann sogar für eine Legislaturperiode im Essener Stadtparlament vertreten. Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler plante der Stadtverband für Leibesübungen zwar für den 9. Juni 1933 noch das Stadtwaldfest, doch dazu sollte es im Rahmen der Gleichschaltung der deutschen Turn- und Sportbewegung nicht mehr kommen. An die Stelle des Stadtwaldfestes trat das "Fest der Jugend", das am 24./25. Juni 1933 in ganz Deutschland mit Sonnenwendfeiern begangen wurde. Die Essener Hauptveranstaltung der über das ganze Stadtgebiet verteilten sportlichen Wettkämpfe und Aktionen wurde wieder im Uhlenkrug-Stadion durchgeführt.

Neuanfang und Neuorientierung nach dem Zweiten Weltkrieg

Erst nach einer 19jährigen Pause fand vom 3. bis 16. September 1950 wieder ein Stadtwaldfest statt. Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der Stadtverband für Leibesübungen allerdings bereits eine erste Sportwerbewoche vom 28. Juli bis zum 4. August 1946 veranstaltet, die ein ähnliches Programm wie das Stadtwaldfest beinhaltete. Neuer Veranstaltungsort war die Sportanlage "Am Krausen Bäumchen". Trotz großen Engagements der Organisatoren und Aktiven musste man feststellen. "dass es leider durch den späten Termin und schlechtes Wetter nicht den erwarteten Erfolg brachte." Das galt auch für die Jubiläumsveranstaltung zum 25. Stadtwaldfest im Jahre darauf. Der Haupttag verregnete, so dass die Nachmittagsveranstaltungen abgesagt werden mussten. Und der nächste Rückschlag kam bereits im nächsten Jahr als es wegen grassierender Kinderlähmung ebenfalls kurzfristig ausfiel. Im Weltmeisterschaftsjahr 1954 gelang die Durchführung wieder. Was den Publikumszuspruch, die Beteiligung der Vereine, das Programm und die Organisation betraf, wurde die Veranstaltung in der Nachbesprechung des zuständigen Ausschusses jedoch deutlich kritisiert und eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen erarbeitet. Trotzdem stellte das neue Organ des Essener Stadtverbandes für Leibesübungen "Unser Sport" nach der Austragung 1958 fest: "Unser Stadtwaldfest hat sich festgelaufen! Es ist nicht mit der Zeit gegangen! Es zehrt vom herkömmlichen und bietet in keinem Jahre etwas Neues." Die Kritik richtete sich ausschließlich auf den "Tag der Vereine", "der in Beteiligung und Besuch von Jahr zu Jahr abgesunken ist und einer dringenden Reform bedarf." Gleichzeitig betonte "Sport in Essen", dass es sich nicht "um die durchweg schönen Festtage unserer Schulen dreht", denn "bei den Schulen, gleich welcher Art, da ist man mit Begeisterung am Werk". Mit "besonderen Attraktionen" wollte man nun dem drohenden Niedergang des Stadtwaldfestes begegnen. Ein Vorschlag war, "mit einer sportlich bedeutenden Stadt des In- oder Auslandes einen sportlichen Universal-Städtekampf auszutragen." Damit verabschiedete man sich von dem lange schon nicht mehr zeitgemäßen Ansatzes eines rein nationalen Festes. Doch selbst der 1959 durchgeführte Städtekampf gegen Amsterdam im Fußball, in der Leichtathletik und im Schwimmen konnte den Niedergang nicht stoppen. Der sportliche Vergleich, die erbrachten Leistungen und die verbindenden Begegnungen durch die sportlichen Veranstaltungen wurden zwar von allen Seiten hervorgehoben, der Zuschauerzuspruch blieb allerdings erneut aus. Im Fußball lag das an dem zeitgleich stattfindenden Oberligaspiel zwischen dem ETB und Borussia Dortmund und für die anderen Veranstaltungen bemängelte man einmal mehr das Fehlen einer geeigneten Sportplatzanlage für ein Großereignis. Alle Hoffnung setzte man nun auf das zum Deutschen Turnfest 1963 entstehende Gruga-Stadion sowie das angrenzende Turnfestgelände. Der Versuch, das Stadtwaldfest international zu machen, blieb ein einmaliges Ereignis. In den 1960er Jahren hoffte der Stadtverband für Leibesübungen mit der Ausschreibung zahlreicher Ehren- und Wanderpreise die Attraktivität, Teilnehmer- und Zuschauerzahl wieder zu steigern. Vergeblich - trotz des neuen zentralen Austragungsortes im Gruga-Stadion! "Das Desinteresse nimmt von Jahr zu Jahr zu. Ist es überhaupt noch sinnvoll, ein Stadtwaldfest aufzuziehen?" stellte 1965 der Stadtverbandsvorsitzende des Essener Sports, Werner Lipa, auf der Mitgliederversammlung die provozierende Frage. Und 1968 erklärte ein Ausschussmitglied sogar, dass "das Stadtwaldfest in der derzeitigen Form ein totes Fest" sei. Dennoch stimmten die im Essener Stadtverband vertretenden Sparten weiterhin mit deutlicher Mehrheit für seine Beibehaltung.

Vom Jedermann- zum Schulsportfest

In den Jahren 1969 und 1970 fiel das Stadtwaldfest mangels Beteiligung erneut aus. Doch die Verantwortlichen gaben nicht auf. Eine neuen Schub sollte die "Jedermann-Breitensportbewegung" bringen. Diplom-Sportlehrer Horst Bosak als Sportwart des Stadtverbandes für Leibesübungen entwickelte eine Reihe an Vorschlägen "über eine Wiedererweckung des Stadtwaldfestes". Unter dem Motto "Trimm Dich während der Ferien, Stadtwaldfest für Jedermann" fand auf der Turnfestwiese am 28. August 1971 ein Fünfkampf in den Disziplinen Gehen/Wandern, Medizinballwurf, Weitsprung mit Anlauf oder aus dem Stand, 50m-Hindernislauf (Balance über einen Schwebebalken, Überwinden eines Kasten, Unterkriechen von drei Hürden) und 50m-Schwimmen statt. Doch der erwünschte Teilnehmer- und Publikumserfolg an der "Jedermann-Olympiade" blieb aus. Es nahmen nur rund 550 Hobbysportler an den Wettkämpfen teil. Im Olympiajahr 1972 hatte man mit diesem Konzept, zumindest was die Teilnehmerzahl anging, allerdings Erfolg. Auch wenn sich nicht unbedingt die Jugend zum sportlichen Wettkampf traf. Das Sportfest wurde nämlich gleichzeitig als Gau-Alterstreffen der Turner veranstaltet. In nochmals verändertem Gewand, getragen vom Trimm-Dich-Gedanken der Zeit, standen 1973 die Disziplinen Tischtennis, Leichtathletik, Volksradfahren, Rollschuhlaufen, Wandern und Volksschwimmen auf dem Programm. Der Stadtverband war als Ausrichter zwar insgesamt mit der Veranstaltung zufrieden, bat aber gleichzeitig um Verbesserungsvorschläge. Und die führten nun endgültig zu einer Trennung der Jedermann-Veranstaltung, die man mit dem Begriff Stadtwaldfest als zu traditionsbelastet ansah. Ohne jedes Pathos wollte man nun Spiel- und Sportfeste veranstalten. Was blieb waren vier "Trimmyland Ausstellungen" - die erste Trimm-Sport-Ausstellung in Deutschland (1975, 1976, 1978 und 1980) - die alles zusammenfassten, was es auf dem Gebiet der Aktion "Trimm Dich durch Sport!" gab. Die Veranstalter erreichten damit jeweils eine sechsstellige Besucherzahl auf dem Essener Messegelände an der GRUGA. Seit 1983 stellt sich der Essener Sport im Rahmen der Ausstellung "Mode und Heim" mit seinem Programm vor. Das Stadtwaldfest blieb allerdings als Sportfest der Schulen erhalten, das sich in dieser Form seitdem bewährt hat. Im Dreikampf und in den Staffelwettbewerben werden alljährlich im September die Schulsieger ermittelt. Es ist die zahlenmäßig größte städtische Schulsportveranstaltung in Essen. Im Jahr 2001 wurde die Veranstaltung zur neu gebauten Sportanlage "Am Hallo" in Stoppenberg verlagert, da das Gruga-Stadion abgerissen wurde. Georg Schrepper